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apptec Blog: FBI knackt iPhone-Verschlüsselung

FBI knackt iPhone-Verschlüsselung

Die US-Regierung hat offenbar die erste Schlacht gegen Apple gewonnen: Dem FBI ist es gelungen die iPhone-Sperre zu hacken. Offen ist jedoch, wie dies gelungen ist.

Washington: Nachdem sich Apple im Rechtsstreit strickt weigerte, das iPhone vom mutmaßlichen Extremisten Syed Farook zu entsperren, testete die US-Regierung am Wochenende eine Entschlüsselungsmethode einer Drittpartei. Laut Gerichtsunterlagen vom Montag, werde die Unterstützung von Apple nicht mehr gebraucht, da es den Ermittlern gelungen sei, an die Daten auf dem Telefon zu kommen.

Ungeklärt ist, wer dabei geholfen hat und welche Methode angewandt wurde. War es eine Schwachstelle in der Software von Apple, gab es Hilfe von Apple-Konkurrenten oder gar aus Israel?  Die Zeitung „Yedioth Ahronoth“ berichtet, dass Cellebrite der mysteriöse außenstehende Dritte gewesen sei. Dieses Unternehmen ist auf die Datengewinnung von mobilen Geräten spezialisiert und hätte dem FBI seine Unterstützung angeboten. Möglicherweise müssen die US Ermittler die verwendete Methode allerdings dem Apple-Konzern offenlegen, sollte es sich um eine Sicherheitslücke in Apples Software handeln. Es käme dann zum „Equities Review“, einer Abwägungs-Prozedur in der nach US-Recht ein Regierungsgremium entscheidet, ob solche Schwachstellen geheimgehalten werden und von den Behörden ausgenutzt werden können oder die betroffenen Anbieter zur Sicherheit der Nutzer informiert werden sollten.

Apple User sind dementsprechend verunsichert, galt doch das iPhone bis dato immer als „sicher“ vor Datenklau. Nach der Entsperrung will der Apple-Konzern jedenfalls die Sicherheit seiner Produkte erhöhen.