Bald Super-Smartphones von Android Erfinder?

apptec Blog - Andy Rubin entwickelt Superphone

27 Jan Bald Super-Smartphones von Android Erfinder?

Andy Rubin nähert sich laut Bloomberg seinem Comeback mit einem High-End Smartphone, das das Kernstück einer Serie von Konsumenten-Gadgets mit künstlicher Intelligenz sein soll.

Der ehemalige Apple-Mitarbeiter Rubin gründete 2003 das Unternehmen Android mit dem Ziel ein offenes Betriebssystem für Mobilgeräte zu entwickeln. 2 Jahre später verkaufte er es für 50 Mio Dollar an Google, wo er 8 Jahre als Chefentwickler verbrachte, um das Betriebssystem von einem kleinen Projekt zu einer global dominierenden Software für Mobiltelefone zu machen. Nachdem Rubin ab 2013 an Google Robotertechnik-Einheiten arbeitete, verließ er das Unternehmen, um wieder eigene Projekten zu entwickeln. Rubin’s nächstes Abenteuer war ein Startup namens Playground Global, das künstliche Intelligenz, Robotik und Augmented Reality Projekte unterstützt.

Rubin ist davon überzeugt, dass künstliche Intelligenz große Chancen hat, eine Welle in der technischen Industrie zu schlagen. Neue Rechenplattformen entstehen alle 10 – 12 Jahre und bei der nächsten Plattform geht es seiner Meinung nach um Daten und menschenlehrende AI Systeme.

Ein Prototyp von Rubin’s Smartphone „Essential“ soll laut Bloombergs Artikel, ein größeres Display als das iPhone 7 Plus haben, aber rahmenlos sein und daher insgesamt kleiner erscheinen. Weiters experimentiert das Startup mit der Aktivierung des Bildschirms durch unterschiedlich starken Druck – ähnlich wie beim iPhone. Rubin’s Team testet außerdem ein Design mit Ecken aus Metall und einer Rückseite aus Keramik, was schwieriger herzustellen ist, als das typische Smartphone Material. Der Beschreibung nach ähnelt es dem des Xiaomi Mix.

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Die Ingenieure von Essential entwickeln laut Bloomberg einen urheberrechtlich geschützten Anschluss, der eine doppelte Funktion haben soll: einerseits das Laden des Akkus und zusätzlich um die Funktionalität des Smartphones mit der Zeit zu erweitern. Die magnetische Buchse erlaubt Essential oder auch Drittanbietern Hardware zu entwickeln um so dem Smartphones weitere Features hinzuzufügen. Zum Beispiel arbeiten Rubin’s Ingenieure an einer kugelförmigen Add-On Kamera, die hochauflösende 360° Fotos schießen kann.

Bei dem Projekt helfen ehemalige Kollegen von Google und Manager von Apple – mit dabei: Rebecca Zavin, Joe Tate, Linda Jiang, and Jason Keats. Zavin, ein ehemaliger Senior Software Manager von Google, bringt die Software zum Laufen. Keats und Tate unterstützen bei der Hardware-Technik und Jiang ist von Anfang an ein wichtiger Designer für Essential. Kelly Liang, ehemaliger Geschäftsführer vom Google X Labor, leitet die Geschäftsentwicklung und Brian Wallace, ein ehemaliger Vorsitzender bei Samsung und Magic Leap, leitet das Marketing.

Bisherige Konzepte wie dieses sind in der Vergangenheit kläglich gescheitert. Wie etwa das modulare Smartphone Ara von Google, bei dem einzelne Module durch hochwertigere und besser entwickelte Teile ausgetauscht werden sollte. Nach jahrelanger Entwicklung wurde das Projekt Ara im September 2016 doch eingestellt. Das gleiche Schicksal ereilte das Puzzlephone aus Finnland, dessen Entwicklung nach 2 Jahren eingestellt wurde. Als einziges modular erweiterbare Smartphone hat es das LG G5 in die Serienproduktion gebracht, allerdings gibt es 1 Jahr nach Markteinführung immer noch keine zusätzlichen Module, als die wenigen beim Start angekündigten. Jedoch dürften beim Essential die Module nur außen angesteckt werden, vergleichbar mit dem Moto Z Play.

Rubin soll geplant haben, das Smartphone Mitte dieses Jahres um einen Preis ähnlich wie für das iPhone ($649) auf den Markt zu bringen.

Viel mehr weiß man über das Superphone nicht, als die Informationen die Rubin am Rande der CES in Las Vegas geführt hat und was von Mobilfunkanbietern durchgesickert ist. Allerdings soll das Smartphone nur der Anfang sein. Folgen sollen Gadgets für unterwegs und zur Funktionserweiterung des Phones selbst, die dem Nutzer durch künstliche Intelligenz, Arbeit und Routineaufgaben abnehmen sollen.

Für die Ernsthaftigkeit dieses Produktes spricht, dass neben Hewlett Packard und Google, auch die Hon Hai Precision Industry Co. an Essential Inc. beteiligt ist, besser bekannt als Foxconn – Apples Haus- und Hoflieferant für iPhones und iPads.

Wir sind jedenfalls auf das neue Smartphone gespannt, auch in Bezug auf die Programmierung von mobilen Applikationen für diese Telefone bzw. die Bedienung der Gadets.